Workshops"In meiner Kindheit spielte ich in der Natur und kam grundsätzlich von oben bis unten
mit Erde und Schlamm verkrustet nach Hause. Auch wenn dann nicht wenige verächtlich auf den notorischen "Schmutzfinken" zeigten - es war eine großartige Zeit und vielleicht habe ich dadurch eine ganz besondere Beziehung zur Erde erhalten."

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Lehmerfahrungen

Mit den ersten Ausstellungen in Polen wurde immer wieder der Wunsch nach Lehmworkshops laut. Aus den dabei gesammelten Erfahrungen entwickelte sich der Lehm-Spieltisch, eine damals neue Form der Methodik mit Lehm und Erde, welche als "Play-with-Earth-Table" über Europa hinaus Liebhaber fand. Lehm, Ton und Sand werden dabei so belassen, wie sie direkt dem natürlichen Boden entnommen wurden, abgesehen davon sollte die Fundstätte möglichst schonend behandelt und nach der Entnahme wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden.
Die Teilnehmer beschäftigen sich einerseits mit althergebrachten Techniken wie Töpfern, Kneten, Figuren formen, konstruktive Arbeiten, andererseits dürfen sie sich einfach nur schmutzig machen, emotionale und kreative Energien freisetzen, die in unserer adultoszentrischen Methodik zu gerne vernachlässigt werden. Hofers sensibler Zugang zur Erde und seine offene Haltung zu kreativen Menschen, machen seine Workshops zu einzigartigen Ereignissen. Die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten bietet immer wieder Gelegenheit das Konzept mit neuen Ideen zu bereichern. Die warme Jahreszeit und eine freie Wiese mit schattigen Bäumen und Wasser in der Nähe bieten natürlich ideale Bedingungen aber das wertvollste Workshop bleibt - ob in- oder outdoor - jenes, wo mit selbstloser Hilfestellung verhinderte oder behinderte Personen Gelegenheit berkommen, in Kontakt mit der Natur zu kommen und über sich selbst hinaus zu wachsen.
Es zeigt sich, dass selbst schwierige oder besonders introvertierte Kinder spontan und unerwartet Fortschritte machen, mit einfachsten Mitteln konzentriert arbeiten können. Das dabei entstehende Werkstück steht gar nicht so sehr im Mittelpunkt, sondern viel mehr die Erlangung und Freisetzung von kreativer Energie, eine innere Satisfaktion, welche schließ alles bewegt. Um dafür geeignete Bedingungen zu schaffen, wird ein Sortiment selbst konstruierter Holzwerkzeuge und Töpferscheiben, verbunden mit Naturmaterialen wie Tonerden, Lehm, Sand, Wasser, Stroh, Steine, Zweige oder Sägespäne bereit gestellt. Das Thema ist meist frei, bei besonderen Anlässen wird der Workshop mit einem Motto versehen, wie beim GIS-Day in Krakau 2012 das Thema um den Planeten Erde.

  • Image Das erste Lehmmalerei-Seminar für Schüler in Krakau, Nowa Huta 1992. Die Schulen haben nach der Wende gerne neue Ideen zugelassen.
  • Green School Wroclaw Eine Zeit lang übernahm Hofer die Rolle des Pioniers im Dienste fortschrittlicher naturnaher Unterrichtsmittel: Bei Erd-Pigment Workshops für Lehrer in Wrocław 1995.
  • Konzert Gawlinski Der polnische Rockstar Robert Gawlinski mit seiner Band "Wilki" ließ sich 1995 von jungen Fans unter Hofers Anleitung für den Auftritt die ganze Bühne mit Lehm anmalen.
  • Image Ein Erde-Spieltisch auf Wunsch einer Schule 2002 im Süden Polens. Auch Landkinder konnten so viel Neues über die Erde lernen.
  • Image Um eine komplette Stadt zu bauen war die Zeit zu kurz, dafür war der Enthusiasmus umso größer!
  • Image Auch behinderte Menschen entwickeln hier ihre versteckten Möglichkeiten. Manche Künstler haben viel Talent und große Ausdauer und freuen sich sehr über verdientes Lob!
  • Integrations Festival Die Lehmspieltische wurden immer populärer und bildeten ein regelmäßiges Angebot bei Integrations-Festivals.
  • Integrations Festival Innovative Lehrer nahmen das Konzept mit an ihre Schulen und Betreuungseinrichtungen. Mit Erwachsenen lässt's sich genauso gut arbeiten.
  • Integrations Festival In diesen Workshops steckt die Botschaft: "Die Erde erträgt uns alle, - halten wir sie behutsam in unsren Händen!" Kinder, versteht ihr das?
Teamspaß
Teamwork

Die wohlgeordnete Schlammschlacht fördert spontanes Mitmachen, das Arbeiten in der Gruppe. Die Attraktivität, welche von diesen erdigen Werken ausgeht, liegt neben der angeborenen Lust der Bearbeitung von Lehm mit der Möglichkeit, sich in kurzer Zeit zu ver­wirklichen und auszutauschen. Was geht da in einem vor? Alles wird in den Ton hinein geknetet, als Form irgendwann sichtbar. Es bewirkt eine Stimulanz des Innenlebens, wenn simple Kugeln, Töpfe und Figürchen aus Matsch plötzlich so viel Spaß machen können!

Lustvoll
Festival

Die Rückkopplung der fühlenden und formenden Hände stimuliert verschiedenste Bereiche des Gehirns, u.a. für emotionale, soziale Intelligenz und den Spracherwerb. Mit wachsender räumlicher Vorstellung und Geschicklichkeit entstehen kleine Kunstwerke für das Regal zu Hause, zur Selbstreflexion, für andere. Die Erde zeigt uns ihr freundliches Gesicht: sie macht keinen Schmutz, keine schwere Arbeit, Freude statt Überlebens­kampf, keinen Müll. Es werden Klischees überwunden und das Schöpferische wieder als Antrieb unseres Lebens empfunden.

Weg oder Ziel?

In früheren Zeiten hatten die meisten Menschen, vor allem als Kinder, so gut wie jeden Tag direkten Kontakt mit der Natur. Auch später als Bauer auf dem Acker, als Arbeiter mit der Schaufel oder als Gärtnerin im Gemüsegarten hat man dies automatisch an die nächste Generation weiter gegeben. Heute ist auch dies anders geworden. Die meisten von uns leben in großen Städten. Dadurch ist dieser Bezug verloren gegangen und kann auch nicht mehr an die Kinder so ohne weiters vermittelt werden. Dort wo viele Menschen auf engem Raum leben, ist der Boden sehr belastet. Die wachsende Bildung kann jedoch bewirken, dass Menschen wieder über den Tellerrand des Alltags blicken und erneut verstehen lernen wie wertvoll gute Erde ist.

Halten wir unseren Kosmos sauber!

Wir können mit vergifteten Böden keine gesunde Zukunft erwarten, genauso wenig wie mit verschmutztem Wasser oder stark belasteter Luft. Der Boden lebt und atmet wie wir, hat die Kraft der Regeneration, bildet Substanz und Grundgerüst für Lebenskreisläufe. Der Boden war vor uns Menschen da und wird irgendwann Spuren von uns enthalten, wie heute die zerriebenen versteinerten Reste der Saurier. Mit einem Stück Lehm halten wir somit einen Abschnitt eines Lebenskreislaufes in den Händen und alles, was wir für oder gegen diesen Kreislauf machen, machen wir vor allem für oder gegen uns. Unser Manko ist dabei die fehlende Einsicht, selbst für die nahe Zukunft, die hauptsächlich als politisches, gesellschaftliches Problem gesehen wird. In den terrestischen Zyklen ist unsere menschliche Existenz eine punktuelle Supernovae des Lebens, eine kosmische Nanosekunde. Wir blicken also auf unsere weich geknetete Lehmkugel, die aus Milliarden von Jahren altem Sternenstaub besteht und können in diesem Zeitfunken unser Leben gestalten.

Naturpark OPN

Naturpark

Viele Felszinnen und knorrige Fichten des Parks besitzen eine Harmonie, als wären sie dem schöpferischen Sinn von Zen-Mönchen entsprungen. Zwischen den Schlössern und Burgen findet man im Tal alte Mühlen, verfallene oder liebevoll restaurierte Holzarchitektur, ein Kulturtal, das von den Zeiten der Höhlenbären und Neantertaler herauf über Ritterburgen, versteckte Könige, Juden oder Partisanen eine wechselhafte Geschichte erzählt. Dem forschenden Malerauge tun sich hunderte Winkel und Objekte auf, nicht umsonst nannten die Sezessionsmaler die Region die "Polnische Schweiz"
Links der Mitte der Felsnadel am Brama Krakowska befindet sich die kleine Ikone der "Schwarzen Madonna von Częstochowa", welche Hofer in Zusammenarbeit mit den Einheimischen 2011 rekonstruiert hatte.

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