Maminato Malerei mit natürlichem Ton

Elbe1, © Wolfgang Hofer Elbe2, © Wolfgang Hofer Donauarm, © Wolfgang Hofer Zebra mit Fohlen, © Wolfgang Hofer Waschbär, © Wolfgang Hofer Bachforelle, © Wolfgang Hofer Kussäpfel, © Wolfgang Hofer
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Maminato

ist die jüngste Richtung in Hofers Lehmmal-Techniken. Wie in den von Hofers entwickelten Rahmenbildern für die Lehmmal-Technik werden im Maminato nur natürliche Erdpigmente eingesetzt. Es ist eine pure, kompromisslose Form des Aquarells, welche in dieser Form, wie auch die Lehmmalerei, bislang nicht praktiziert wurde. Vor allem, da sämtlich zugesetzte Bindemittel und die an sich vorteilhafte Verfeinerung und Erweiterung der Farbpalette durch anderwärtige Pigmente hier entfallen. das Bild wird nur mit Wasser und Erde direkt aus dem Boden auf Papier gemalt. Wie auch beim "Loampainting" stammen im "Maminato" Technik und Namensgebung vom Autor.
Erstmals wurde auf Schloss Korzkiew in Kleinpolen 2015 mit einem umfangreichen Bilderzyklus das Maminato Malerei mit natürlichem Ton und Amaminato Astro-Malerei mit natürlichem Ton einem breiten Publikum gezeigt.

Von Ton zu Ton
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Trotz anfangs stagnierender Hoffnungen bezüglich einer sinnvollen Umsetzbarkeit und trotz des Fehlens der heutigen Vielfalt an intensiven Malfarben tastete sich Hofer durch das Erforschen des Materials und das Erwerben neuer Sichtweisen und Fertigkeiten an das Niveau herkömmlicher Aquarellmalerei heran. Erst nach gut zwei Jahrzehnten entstanden Aquarelle aus roher Tonerde, deren Schaffensprozess den Kinderkrankheiten langsam zu entwachsen scheint.

Sinn und Schönheit
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Die Farben kommen direkt aus unserem Planeten, direkt aus diesem Kosmos, viele von ihnen hatte noch nie ein Mensch vorher berührt oder gesehen, doch in alle bettet sich das Leben. Ich entnehme sie mit bloßen Händen dem natürlichen Boden und strebe danach damit Bilder zu schaffen, welche vom Sinn und der Schönheit des Daseins zeugen, von den wahren Farben und Klängen erzählen, vom Recht und dem Gesetz des Lebens. Ich danke dem Schöpfer für den Reichtum und die Erkenntnisse, die in diesen Urstoff eingehaucht sind.
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Natur

im Blick
Naturpark

Viele Felszinnen und knorrige Fichten des Nationalparks Ojców besitzen eine Harmonie, als wären sie dem schöpferischen Sinn von Zen-Mönchen entsprungen. Zwischen den Schlössern und Burgen findet man im Tal alte Mühlen, verfallene oder liebevoll restaurierte Holzarchitektur, ein Kulturtal, das von den Zeiten der Höhlenbären und Neantertaler herauf über Ritterburgen, versteckte Könige, Juden oder Partisanen eine wechselhafte Geschichte erzählt. Dem forschenden Malerauge tun sich hunderte Winkel und Objekte auf, nicht umsonst nannten die Sezessionsmaler das Tal die "Polnische Schweiz".

Man findet man in dieser Landschaft Ruhe und Gelassenheit, aber nur wenn nicht gerade Massen an Sonntagsausflüglern, Mountainbiker oder mit Lautsprechern sie anfeuernde Pilgertruppen die Wege überfrequentieren. Der relativ kleine Naturpark ist zudem von der umgebenden Verhüttelung, eindringendem Autoverkehr, durch Verschmutzung und Störungen der Biotope und sonstiges unsensibles Verhalten der Besucher bedroht. Die Jura-Kalksteintäler des Nationalparks sind wichtige Rückzugsgebiete interessanter und bedrohter Arten: Wanderfalke, Silberreiher, Kolkrabe, Biber, seltene Pflanzen. Die sollte man in Frieden lassen, was nicht daran hindert, das breite kulturelle und kulinarische Angebot im Nationalpark zu genießen.

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